IT-Berufe

Die Informations- und Telekommuniktationstechnologie ist heute aus fast keinem Bereich der Wirtschaft mehr wegzudenken. Kaufmännische und technische Prozesse werden durch Programme (engl.: Software) und Rechner (engl.: Hardware) unterstützt und organisiert, Intra- und Internet haben sich neben Telefon und Briefen als Kommunikationsmedium fest etabliert. In diesem Umfeld haben sich die fünf IT-Berufe etabliert. Auszubildende im IT-Bereich erhalten eine gemeinsame breite Grundlage und spezialisieren sich je nach Berufswahl auf eines der typischen Tätigkeitsprofile im IT-Bereich:
– Fachinformatiker/in Fachrichtung Systemintegration
– Fachinformatiker/in Fachrichtung Anwendungsentwicklung
– IT-Systemelektroniker/in
– Informatikkaufmann
– IT-Systemkaufmann

Berufsbild
Schon die meisten mittelständischen Betriebe benötigen Fachleute, um ihre Hard- und Softwareinfrastruktur zu warten und auf dem neusten Stand zu halten. Hier sind Fachinformatiker der Fachrichtung Systemintegration und IT-Systemelektroniker gefordert.
Typischerweise kümmern sich Systemintegratoren dabei um die Koordination aller Aspekte der IT. Angefangen bei der Erfassung der Bedürfnisse der Anwender über finanzielle Fragestellungen bis hin zur Installation und auch Reparatur von Hardware. Je größer das Projekt oder die zu verwaltende Infrastruktur ist, desto mehr rückt für den Systemintegrator dabei die Verwaltung der verschiedenen Softwareprodukte des Betriebes in den Mittelpunkt. Die Kenntnis von Betriebssystemen ist eine praktische Kernkompetenz des Systemintegrators.

Der Schwerpunkt der Tätigkeit eines IT-Systemelektronikers liegt im Vergleich typischerweise auf den technischen, hardware-nahen Problemen. IT-Systemelektroniker werden z.B. dort eingesetzt, wo die Hardware eine besondere Rolle spielt oder spezielle Hardware eingesetzt wird.

Den Mehrwert für die Nutzer von IT-Systemen liefern die Anwendungen, auch Programme oder Anwendungssoftware. Für viele Anwendungsgebiete gibt es heute Software „von der Stange“. Je anspruchsvoller diese genutzt wird, desto eher muss diese Software angepasst, erweitert oder durch zusätzliche Programme ergänzt werden. Viele Unternehmen stellen auch eigene technische Produkte, z.B. Maschinen her, für welche keine „Standardsoftware“ existiert. Die Programme zur Steuerung dieser Geräte muss komplett neu erstellt werden. Solche und andere Anwendungen zu erstellen ist die Kernaufgabe des Fachinformatikers der Fachrichtung Anwendungsentwicklung. Von der Idee bis zur Produktreife ist er an der Softwareentwicklung beteiligt. Dazu benötigt der Anwendungsentwickler abstraktes Vorstellungsvermögen, wie es auch in der Mathematik gefordert ist.

IT-Projekte müssen wirtschaftlich geplant, durchgeführt und vor dem Kunden vertreten werden. Diese Aufgabe übernehmen die Kaufleute in der IT-Branche. Da die Informations- und Kommunikationstechnologie eine kompliziertes Gebiet ist, gibt es hier zwei spezielle kaufmännische Berufe. IT-Systemkaufleute wissen, welche speziellen Aspekte bei der Organisation von IT-Projekten zu berücksichtigen sind und Informatik-Kaufleute bilden die Schnittstelle zwischen den „Technikern“ und den Kunden. Sie haben die anspruchsvolle Aufgabe den Bedarf der Kunden und die technischen Kompetenzen der des eigenen Unternehmens so zusammenzubringen, dass Auftraggeber wie Auftragnehmer am Ende zufrieden sind.

Eingangsvoraussetzungen
Ausbildungsbetriebe verlangen zumeist den Realschulabschluss, seltener auch das Abitur.

Dauer der Ausbildung
Die Ausbildungsdauer beträgt in der Regel drei Jahre: In der Grundstufe (erstes Ausbildungsjahr) erhalten die Auszubildenden an zwei Wochentagen theoretischen Unterricht an der Berufsschule; in der ersten und zweiten Fachstufe (zweites und drittes Ausbildungsjahr) besuchen die Auszubildenden die Berufsschule jeweils an einem Wochentag. Eine Verkürzung der Ausbildung auf 2,5 Jahre kann bei besonderen Leistungen in der Zwischenprüfung beantragt werden. Bei einschlägigen Vorkenntnissen (z.B. erfolgreich abgeschlossener Berufsfachschule Informatik) ist ein Einstieg in der ersten Fachstufe möglich.

Prüfungen
– Zwischenprüfung am Ende der ersten Fachstufe
– Theoretische Abschlussprüfung bezogen auf die gemeinsamen
Kernqualifikationen der Berufe und die speziell auf den Ausbildungsgang
ausgerichteten Qualifikationen.
– Durchführung, Dokumentation und Präsentation eines betrieblichen
Projektes sowie mündliche Abschlussprüfung.

Abschluss
Fachinformatiker der entsprechenden Fachrichtung, IT-Systemelektroniker, IT-Systemkaufmann oder Informatik-Kaufmann.

Mittlere Reife bei entsprechenden Noten im Abschlusszeugnis der Berufsschule.

Weiterbildungsmöglichkeiten
Die BBS Lingen Technik und Gestasltung ist Local CISCO Academy, Microsoft IT Academy, Linux Partner und Oracle Academy. Auszubildende können beim Erwerb entsprechender Zertifikate dadurch auf günstige Konditionen zurückgreifen.

Fachoberschule Technik (im Hause) / Wirtschaftsinformatik (nicht im Hause)

Ansprechpartner

Hermann Göhler ( goehler@bbs-lingen-tg.eu )
Frank Laskowski ( laskowski@bbs-lingen-tg.eu)

Den Flyer bekommen Sie hier: Flyer IT-Berufe